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Anmeldung und Zulassung NEU

Voraussetzungen zur Aufnahme:

  • Abschluss auf Sekundarstufe II (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ, Berufsmatura, Fachmittelschulausweis, Fachmatura, gymnasiale Matura, Äquivalenznachweis einer berechtigten Stelle)
  • persönliche Eignung, welche durch eine „Multicheck Kompetenzanalyse Gesundheit HF – Dipl. Pflegefachmann/-frau HF“ dargelegt wird
  • eine schriftliche Bestätigung eines anerkannten Ausbildungsbetriebes bzw. Ausbildungsverbundes über eine bestehende oder zukünftige Anstellung für die Absolvierung der höheren Fachschule Pflege bzw. deren Praktika
  • Deutschkenntnisse auf Niveau B2 gemäss europäischem Sprachenportfolio (vgl. Merkblatt)

Organisation der Praktika

Ab dem Ausbildungsbeginn Herbst 2023 erfolgt die Anstellung der Studierenden ausschliesslich durch einen vom BGS anerkannten Betrieb bzw. Ausbildungsverbund (Direktanstellung). Diese sind ebenfalls verantwortlich für die Organisation der Praktika während der Ausbildung.

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit vom BGS anerkannten Ausbildungsbetrieben für die Ausbildung HF Pflege: Anerkannte Betriebe.

Falls ein Betrieb nicht aufgeführt ist, kann dieser eine Ausbildungsbewilligung beim BGS beantragen. Der Betrieb kann sich für weitere Informationen gerne an das BGS wenden.

Infos zur Ausbildungsbewilligung finden Sie auf der Webseite OdA G+S Graubünden.

Während der Ausbildung sind Praktika in mindestens zwei unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Pflege in einem vom BGS anerkannten Ausbildungsbetrieb nachzuweisen. Betriebe oder Organisationseinheiten, die kurze Einblickspraktika (eine bis drei Wochen) anbieten und die praktische Ausbildung bereichern, sind von einer Anerkennung ausgenommen. Falls eine Vorbildung als FaGe vorliegt, wird das Arbeitsfeld, in dem die FaGe Ausbildung erfolgte, ebenfalls anerkannt. Praktika sind in den folgenden Arbeitsfeldern der Pflege möglich:

Pflege und Betreuung somatisch erkrankter Menschen (Spital/Somatik)

In diesem Arbeitsfeld werden Menschen betreut, die wegen akut aufgetretener körperlicher Beschwerden untersucht und entsprechend der Diagnose behandelt werden. Diese Situation kann die Betroffenen verunsichern, verängstigen und Stress auslösen. Pflegefachpersonen begleiten die Betroffenen in der gefühlsmässigen Bewältigung der Situation. Sie führen im Rahmen der Diagnostik und Therapie verordnete Massnahmen durch (z. B. vor und nach Operationen). Ferner achten sie darauf, dass gesunde Bereiche des Körpers (z. B. die Haut) nicht durch die Therapie geschädigt und Komplikationen rechtzeitig erkannt oder vermieden werden.

Pflege und Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen (Psychiatrie)

In diesem Arbeitsfeld werden Menschen betreut, die an einer psychischen Erkrankung leiden. Gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen werden Möglichkeiten gesucht, mit den Auswirkungen und Folgen von Erschütterungen, Krankheit und Therapie umzugehen und es werden individuelle Genesungswege gesucht. Die Basis von dabei ist Beziehungsgestaltung, die sich je nach Arbeitsumfeld und Auftrag unterscheidet. Es werden verschiedene Gesprächs- und Beratungstechniken genutzt, um zielorientiert mit Betroffenen und Angehörigen zu arbeiten. Dabei stehen Empowerment und Selbstmanagementförderung an erster Stelle.

Pflege und Betreuung von Menschen mit chronischen Erkrankungen (Langzeit)

In diesem Arbeitsfeld werden Menschen betreut, die entweder an chronischen Erkrankungen leiden oder altersbedingt zunehmend auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind. In solchen Situationen verlieren die Betroffenen mehr und mehr ihre Fähigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen. Insbesondere Demenzerkrankungen werden hier zu grossen Herausforderungen. Die Pflegefachperson begleitet die Betroffenen, entwickelt mit ihnen angepasste Lösungen der Alltagsbewältigung und fördert dabei deren Lebensqualität.

Pflege und Betreuung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Frauen (KJFF)

In diesem Arbeitsfeld werden erkrankte Kinder beziehungsweise Jugendliche gepflegt und betreut. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, die Angehörigen (Eltern, Geschwister, Freunde etc.) angemessen in die Pflege miteinzubeziehen und zu beraten. Daneben gehören die Pflege und Betreuung von Frauen mit gynäkologischen Erkrankungen, die Unterstützung von Mutter und Kind nach und manchmal auch vor der Geburt und die Pflege von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen zum Praxisalltag.

Pflege und Betreuung von Menschen in Rehabilitation (Rehab)

In diesem Arbeitsfeld werden Menschen betreut, die nach einem Unfall, einer Operation oder einer Krankheit lernen müssen, die Folgen solcher Ereignisse (z. B. Mobilitätseinschränkungen im Alltag) zu bewältigen und ihre Gesundheit unter den neuen Umständen zu erhalten. Ziel ist es, grösstmögliche Selbstständigkeit und Lebensqualität wiederzugewinnen. Die Pflegefachperson instruiert gemeinsam mit anderen Berufsgruppen (z. B. der Physiotherapie) spezielle Techniken (z. B. der Mobilisation) und den angepassten Umgang mit Hilfsmitteln (z. B. der Handhabung bestimmter Gehhilfen) und achtet dabei auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Beteiligten.

Pflege und Betreuung von Menschen zu Hause (Spitex)

Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen werden in ihrem vertrauten Umfeld betreut, beraten und unterstützt, z. B. bei der täglichen Körperpflege. Ausserdem werden Untersuchungen und therapeutische Massnahmen vorgenommen, wie z. B. Blutdruck- und Blutzuckerkontrollen, Medikamente verabreichen, Verbandwechsel durchführen. Die Pflegefachpersonen sind ausserdem verantwortlich für den gesamten Pflegeprozess. Die Arbeit verlangt einen hohen Grad an Selbstorganisation und Eigenständigkeit sowie das Interesse an Menschen in unterschiedlichen Lebensumfeldern. Weiter ist ein rasches und überlegtes Handeln in unvorhersehbaren Situationen unabdingbar.

Die Planung der Praktika ist zu Beginn der Ausbildung dem BGS mittels des folgenden Formulars einzureichen: Link.

Das BGS bewilligt den Praktikumsverlauf und allfällige Änderungen zuhanden der studierenden Person und registriert die geplanten und absolvierten Praktika im Abschlusszeugnis.

Vertiefungen

Die Ausbildung HF Pflege am BGS in Chur ist als generalistische Ausbildung angelegt. Im Sinne einer möglichst breiten Ausrichtung werden Inhalte aus allen Arbeitsfeldern der Pflege vermittelt. Gemäss eidgenössischem Rahmenlehrplan vom 24. September 2021 ist es jedoch möglich, sich in den Praktika in einem Arbeitsfeld der Pflege zu vertiefen, wobei maximal zwei Drittel der praktischen Ausbildung im gleichen oder in einem ähnlichen Kontext stattfinden dürfen. Eine allfällige Vertiefung wird vom anstellenden Betrieb bzw. Verbund und bei der Praktikumsplanung mit Ihnen zusammen festgelegt.

Zulassungsverfahren

Das Überprüfen der Eignung und die Vergabe der verfügbaren schulischen Ausbildungsplätze geschieht aufgrund der Vorleistungen der Bewerberinnen und Bewerber.

Für den Rekrutierungszyklus Start Herbst 2023 / Frühling 2024 stehen für die schulische Ausbildung folgende Ausbildungsplätze zur Verfügung:

HF vollzeit und verkürzt mit Start im Herbst 2023: 100

DN1 zu HF mit Start im Herbst 2023: 8

HF berufsbegleitend mit Start im Frühling 2024:  24

 

Gestützt auf das Zulassungsreglement müssen folgende Nachweise und Dokumente online eingereicht werden:

  • Nachweise über erworbene Qualifikationen: Belege über den Abschluss auf Sekundarstufe II und bisherige Arbeitseinsätze (Arbeitszeugnisse) oder Beurteilungen von Berufs bzw. Eignungspraktika
  • „Multicheck® Kompetenzanalyse Gesundheit HF – Dipl. Pflegefachmann/-frau HF“
  • eine schriftliche Bestätigung für die bestehende oder zukünftige Anstellung zwecks HF Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb (schriftliche Bestätigung oder Kopie des Ausbildungsvertrages). Das Auswahl- und Anstellungsverfahren ist Sache des anstellenden Betriebes bzw. Ausbildungsverbundes.
  • ein allfälliges Zertifikat für den Nachweis des Sprachniveaus in Deutsch

Die Zulassungsstelle des BGS überprüft die eingereichten Dokumente und entscheidet über die Zulassung, die Ablehnung oder über Empfehlungen. Die verfügbaren schulischen Ausbildungsplätze werden nach Anmeldeschluss in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung vergeben. Die Bewerberinnen und Bewerber sind selbst dafür verantwortlich, dass alle erforderlichen Dokumente beigelegt sind.

Interessentinnen und Interessenten, welche die Bedingungen im Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht vollständig erfüllen, voraussichtlich bis zum Ausbildungsbeginn aber erfüllt haben werden, können sich ebenfalls für die Zulassung bewerben. Die fehlenden Unterlagen sind unaufgefordert und bis spätestens zwei Wochen vor Ausbildungsbeginn beim Sekretariat nachzureichen.

Die Online-Anmeldung hat bis spätestens Ende der 14. Woche für den Start im gleichen Jahr zu erfolgen. Nachmeldungen können jeweils bis Ende der 25. Woche erfolgen.

Der Zulassungsentscheid wird den Bewerberinnen und Bewerbern schriftlich mitgeteilt. Ein positiver Entscheid berechtigt zum Eintritt im gleichen Jahr. Wird die Ausbildung nicht angetreten, verfällt die Zulassungsberechtigung. Abgewiesene Bewerberinnen und Bewerber können sich uneingeschränkt für später beginnende Lehrgänge neu bewerben.

Anmeldegebühr

Die Anmeldegebühr beträgt 200 Franken – Einzahlung mit Verwendungszweck „AV HF Pflege“ an IBAN CH51 0077 4130 3981 0960 0 (GKB). Die Anmeldegebühr wird nicht zurückerstattet.

Hier geht’s zu den Online-Anmeldungen:

Anmeldung reguläres Vollzeit-Studium
Anmeldung verkürztes Vollzeit-Studium

Erst nach unserer schriftlichen Aufforderung  einreichen: Das korrekt ausgefüllte und unterschriebene Personalienblatt zur Bestimmung des zahlungspflichtigen Kantons und die entsprechende Wohnsitzbestätigung (Link)

Weiterführende Unterlagen zum Zulassungsverfahren

Merkblatt Zulassungsverfahren
Link zur Webseite von gateway.one für den Multicheck Gesundheit HF
Auflistung Berufserfahrung in der Pflege
Merkblatt Nachweis Deutschkenntnisse