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Weiterbildung Überwachungspflege

Wir starten neu zweimal im Jahr! 

Die praxisorientierte Weiterbildung soll eine sichere und kompetente Pflege und Betreuung von Patienten im Arbeitsfeld von Überwachungsstationen ermöglichen. Die Überwachungsstation ist im Akutspital für Patienten gedacht, die einen hohen Überwachungs- und Betreuungsbedarf nachweisen, jedoch nicht lebensbedrohlich erkrankt oder schwer verunfallt sind. Diese Abteilung garantiert die frühzeitige Erkennung, Diagnostik und Therapie von potentiell reversiblen lebensbedrohlichen Zuständen bei Patienten. Die Definition entspricht den schweizerischen Richtlinien für die Anerkennung von Intermediate Care Units der wesentlichen medizinischen Fachgesellschaften. 

Der berufsbegleitende Lehrgang vermittelt vertiefte fachpflegerische, medizinische und gerätetechnische Kenntnisse und Kompetenzen. 

Die WB ÜP richtet sich nach den Mindestanforderungen Weiterbildung Überwachungspflege der OdA Santé, vom 22. November 2017 und wurde von der OdA Santé anerkannt.

Zielpublikum und Voraussetzungen

Die WB ÜP richtet sich an dipl. Pflegefachpersonen HF oder FH oder an ausländische Pflegende, die über einen gleichwertigen Abschluss verfügen.

Sie arbeiten im Akutspital auf einer Intermediate-Care-Unit, Stroke-Unit, Cardio-Care-Unit, im Aufwachraum oder auf einer Notfallstation.
Intensivpflegestationen können ebenfalls als Lernort Praxis berücksichtigt werden.

Kursorganisation

Die WB ÜP umfasst in der theoretischen Bildung am BGS 16 Tage in sechs Blöcken mit 123 Präsenzlektionen und mindestens 80 Lernstunden im Selbststudium. Die Unterrichtseinheiten Block 2 und Block 4 sind in die Einführungsmodule des Nachdiplomstudiums Höhere Fachschule Intensivpflege am BGS integriert.
Die Weiterbildung Überwachungspflege wird an das Nachdiplomstudium Höhere Fachschule in Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege angerechnet. Über die Detailregelung entscheiden die jeweiligen Bildungsanbieter der NDS HF AIN. Der Leistungsnachweis der theoretischen Bildung behält seine Gültigkeit für fünf Jahre, beginnend mit dem Ausstellungsdatum.

Für den Kompetenzerwerb in der Praxis ist eine Anstellung in einer Überwachungsstation während mindestens sechs Monaten bei einem Anstellungsgrad von 100% erforderlich. Bei tieferem Arbeitspensum verlängert sich die Bildung in der Praxis entsprechend. Empfohlen wird ein Anstellungsgrad von mindestens 80%.

Die praktische Bildung der Kursteilnehmenden erfolgt durch eine Fachperson mit abgeschlossener Weiterbildung Überwachungspflege oder einer/m diplomierten Expertin/Experten Anästhesie,- Intensiv- oder Notfallpflege HF.

Der Theorie-Praxis-Transfer umfasst den Nachweis von 40 Lernstunden begleitetes Lernen in Form von Kompetenznachweisen. Die Dokumente werden vom BGS zur Verfügung gestellt.

Kursleitung: Stephan Klopries, Berufsschullehrer im Gesundheitswesen, dipl. Experte Intensivpflege NDS HF, BScN

Dozierende: Fachärzte, Fachpflegende, Physiotherapeutin

Kursziele

Bei diesem Lehrgang handelt es sich um eine praxisorientierte Weiterbildung. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit relevanten Themen im Arbeitsfeld Überwachungspflege auseinander und eignen sich das aktuelle pflegerische, medizinische und gerätetechnische Wissen und die notwendigen Handlungskompetenzen an. Sie lernen selbstständig zu reflektieren und können über vernetztes Denken ihr Wissen und ihre praktischen Fertigkeiten erweitern.

Abschluss

Nach erfolgreich abgeschlossenen Leistungsnachweisen erhalten die Kursteilnehmenden den eidgenössischen Titel „Pflegefachfrau mit Nachdiplomzertifikat Überwachungspflege / Pflegefachmann mit Nachdiplomzertifikat Überwachungspflege“.

Übersicht der Blockinhalte

Unterricht jeweils 08.00 – 16.00 Uhr

1.  Block – 1 Tag
Praxisfeld IMC, klinisches Assessment, neurologische Überwachung, CVI, Delirium

2.  Block – 5 Tage
Überwachung und Pflege bei ACS, EKG und Rhythmusstörungen, Defibrillation, Herzschrittmacher, CPR, Innerklinischer Transport

3.  Block – 2 Tage
Ethik auf der IMC, Teamprozess und Teambildung, Kommunikation in belastenden Situationen

4.  Block – 5 Tage
Überwachung und Pflege bei respiratorischer Insuffizienz, Grundlagen der Beatmung, Wasser-, Elektrolythaushalt, Volumentherapie

5.  Block – 2 Tage
Überwachung und Pflege bei akuter Blutung und Thoraxdrainage, Blutgerinnung, Bluttransfusion, Intoxikationen, Angehörigenbegleitung

6.  Block – 1 Tag 
Leistungsnachweis des theoretischen Unterrichts, schriftliche Prüfung

Kursdaten

WB ÜP 21/1 und 21/2
Anmeldefrist für Lehrgang 21/2 mit Start am 30. August: 2. August 2021

WB ÜP 21/2 und 22/1
Start Lehrgang 22/1 am 14. Januar 2022

Kurskosten

Theoretische Bildung am BGS Fr. 4’100.- (inkl. Nutzung der Lernplattform Moodle und der Prüfungsgebühr)

2 Raten à je Fr. 2’050.-, 2. Rate Fr. 2’050.-
Besuch einzelner Blöcke: Fr. 250.- pro Tag

Theorie-Praxis Transfer: Der Unterricht zum Theorie-Praxis Transfer auf der Überwachungsstation findet nach Absprache mit der Kursleitung statt.

Die Prüfungsgebühren sind im Kursgeld inbegriffen. Für die Wiederholung der Abschlussprüfung werden Fr. 200.- verrechnet.

Kursausschreibung, Start August 2021
Kursausschreibung, Start Januar 2022