Abschied vom Irrenhaus?
Eine Abschlussklasse DN II Psychiatrie des BGS klärt auf und zeigt in einer kleinen Ausstellung, was heute Sache ist in der Pflege von psychisch erkrankten Menschen.
Gehen wir zurück ins 18. Jahrhundert, in eine Zeit in welcher Personen, in der Regel ohne spezielle Ausbildung und Medikamente, psychisch kranke Menschen behandelten und betreuten. Die sogenannten „Irren“ wurden an einen Ort verbannt wo sie hinter dicken Mauern unter Verschluss gehalten und für die Allgemeintheit nicht zugänglich verwahrt wurden. War der „Irre“ ruhig, so hielt er sich am Tage, in einem Gemeinschaftszimmer auf, war er jedoch unruhig und erregt, so wurde er im schlimmsten Fall in die Zwangsjacke oder ins Deckelbad gesteckt, oder in eine Gummizelle eingesperrt.
Später wurde beispielsweise eine Behandlung eingeführt, wo die Patienten über Wochen und Monate im Bett betreut wurden und dieses nur zum Toilettengang und für die Mahlzeiten verlassen durften.
Ende des 19. Jahrhunderts fand ein Wandel statt. Die Gesellschaft, Ärzte und Personal fingen an umzudenken. Neue Pflege- und Behandlungsmethoden wurden eingeführt. Die vormaligen „Wärter“ und „Wärterinnen“ wurden zu Psychiatriepflegenden ausgebildet.
Die Abschlussklasse Pflege DN II Psychiatrie lädt Sie ein, die von ihr gestaltete Ausstellung zum Thema „Pflegemethoden in der heutigen Psychiatrie“ zu besuchen Der Anlass findet am 30.11., 1.12. und 2.12.2009, jeweils zwischen 16 und 20 Uhr am BGS, Gürtelstrasse 42 in Chur statt.

