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Projekt HF Aktivierung

In den Altersinstitutionen steigt der Anteil von Hochbetagten. Künftig werden immer mehr Menschen mit einer Demenzerkrankung in Institutionen leben müssen. Menschen mit einer Behinderung erreichen heute, nicht zuletzt dank medizinischer Fortschritte, das Rentenalter. Dies zeigt, dass in den Institutionen Professionalität erforderlich ist.

Wie aus Veröffentlichungen des Gesundheitsamtes GR hervorgeht, steigt die Anzahl der älteren Menschen auch im Kanton Graubünden stark an. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Demenzkranken markant zu. Gemäss eidgenössischen Schätzungen treten 80 Prozent aller von diesem Krankheitsbild Betroffenen im Verlauf ihrer Erkrankung in ein Alters- und Pflegeheim ein. Diese Entwicklung zeigt in den Heimen immer deutlichere Auswirkungen. Diese erfordern denn auch eine koordinierte interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen und eine Aufteilung der pflegerischen und betreuenden Aufgaben in der Alters- und Langzeitpflege. Um Qualität und Quantität des benötigten Personals zu gewährleisten, braucht es zusätzliche, qualitativ hochstehende und mit der Berufspraxis korrespondierende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Institutionen im Alten- und Behindertenbereich richten ihre Angebote immer häufiger auf «ganzheitlich-lebensweltorientierte Ansätze» aus. Aktivierungstherapeutische Massnahmen sind ein Teil des Behandlungs- und Betreuungsprozesses von Klientinnen und Klienten. Sie ergänzen Pflege-, Betreuungs- und andere therapeutische Angebote sowie auch die aktivierende Alltagsgestaltung.

Die Aktivierungstherapie hat zum Ziel, dass Klientinnen und Klienten ihre persönlichen Bedürfnisse einbringen, in grösstmöglicher Selbstständigkeit leben und sich in der Institution wohlfühlen können. Sie unterstützen, erhalten und fördern gezielt körperliche, geistige und soziale Fähigkeiten von kranken oder behinderten Erwachsenen sowie von Betagten in Heimen und Kliniken.

Das Bildungszentrum Gesundheit und Soziales Chur hat im Rahmen eines Vorprojekts zur Einführung eines Studiengangs „Aktivierung“ an der höheren Fachschule BGS einen
Bericht erarbeitet, welcher am 19. Juni 2012 im Rahmen einer Kickoff Veranstaltung in die Vernehmlassung ging.
Aufgrund des Mangels an Praktkumsinstitutionen kann der Studiengang vorläufig nicht gestartet werden.

Kickoff Veranstaltung zum neuen Studiengang Aktivierung HF

Am Dienstag, 19. Juni 2012 fand am BGS eine Kickoff Veranstaltung zur Einführung eines Studienganges Aktivierung an der höheren Fachschule des BGS statt. Der Anlass richtet sich an interessierte Personen, Ausbildungs- und Personalverantwortliche aus Institutionen im Gesundheits- und Sozialbereich, sowie Entscheidungsträger aus Verbänden und Ämtern im Gesundheits- und Sozialwesen.

Verschiedene Referentinnen sprachen über die Bedeutung und Wirksamkeit sowie neue Tendenzen der Aktivierung und betonten die Wichtigkeit gezielter Förderung von körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten des kranken, betagten oder behinderten Menschen. Das Thema „Aktivierung“ wurde aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht wie auch aus Sicht betroffener Angehöriger beleuchtet.

Einladung und Programm Kickoff Veranstaltung

Bericht Vorprojekt HF Aktivierung

Vernehmlassung HF Aktivierung

Schlussbericht und Vernehmslassungsergebnisse

Referate der Kickoff Veranstaltung vom 19. Juni 2012

Myriam Dellenbach, Dr. phil., Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich
Präsentation Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Aktivierung im Alter

Bigna Walser Niethammer, Projektleiterin, Berufsschullehrerin
Präsentation Eröffung Vernehmlassung, HF Aktivierung

Margrit Weber, Gesundheitsamt Graubünden
Präsentation Aktivierung und Betreuung – neue Tendenzen im Kanton Graubünden